Als Grundstoff für alle Rumsorten dient das Zuckerrohr. Eine dem Bambus ähnliche Pflanze welche bis zu 4 Meter hoch wird und bis zu 5 cm im Querschnitt misst
Rum aus Melasse
Aus der Zuckerrohr-Melasse, dem immer noch zuckerhaltigen Restsirup, der bei der Zuckerpoduktion übrigbleibt, wird Rum hergestellt.
Diese Melasse wird fermentiert und zur Gärung gebracht. Hieraus entsteht ein Alkoholgrad von ca. 5%. Dieser Wein wird destilliert und hat dann einen Alkoholgehalt von ca. 70%. Danach wird dieser weisse Rum mit Wasser auf ca. 40-50% reduziert.
Weisser Rum lagert anschliessend für eine gewisse Zeit in Edelstahltanks.
Um dunklen Rum zu erhalten wird das Destillat in gebrauchte, meist amerikanische Bourbonfässer eingelagert. Da entwickelt sich neben der Farbe auch das Aroma des Rums. Zusätzlich wird oft mit Karamel oder Zuckercouleur gefärbt.
Rum reift im tropischen Klima deutlich schneller als Whisky in Schottland. Dies bedeudet natürlich auch eine deutlich höhere Verdunstung! Ein angenehmer Nebeneffekt der langen Lagerung in Eichenholzfässern ist das reduzieren von Fuselstoffen in dem Destillat.
Rum aus Zuckerrohrsaft
Aus Zuckerrohrsaft wird der kleinere Teil der heute am Markt befindlichen Rumsorten hergestellt. Hierzu wird aus dem unteren Teil des Zuckerrohrs der süsse Saft herausgepresst. Dieser wird ebenso vergoren und anschliessend destilliert wie bei Melasse Rums. Rumsorten aus Zuckerrohrsaft reifen oft in gebrauchten Cognac oder Armagnacfässern. Ebenso aber auch in Whisky- oder neuen Eichenfässern.
Diese oft auch als Rhum Agricole bezeichneten Rums finden ihren Ursprung in den französischen Antillen.
Aber auch bei anderen Brennerein, wie z.B. Botran oder Zacapa, wird dieses Verfahren
der Produktion, von Rum aus Zuckerrohrsaft angewendet.
Rhum Vieux Agricole muss mindestens 3 Jahre in Martinique in Eichenfässern lagern. |